Freitag, 2. November 2012

Herbst

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Vielleicht kennt Ihr noch das alte Lied

Bunt sind schon die Wälder,

gelb die Stoppelfelder,

und der Herbst beginnt.

Rote Blätter fallen,

graue Nebel wallen,

kühler wehr der Wind.

 

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Heuer hat der Herbst mit einigen Kapriolen aufgewartet, war eher unbeständig und rechte Schneemengen und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt hat er uns bereits im Oktober beschert.

Die paar Ferientage, die wir in Fiesch im Wallis verbrachten, standen ebenfalls eher unter einem ‘nassen Stern’. Wie Habichte auf Beute lauern, haben wir jeden Tag Ausflüge an Orte mit den bestmöglichen Wetterbedingungen ausgesucht.

Über den Grimselpass sind wir vom Berner Oberland her ins Wallis gereist. Da der Himmel einigermassen klar war, haben wir uns flugs mit der Gondelbahn von Fiesch aufs Eggishorn (2934m ü M)schaukeln lassen, mitten in die Welt des Grossen Aletschgletschers.

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Immer wieder schlichen Nebelwände um die Gipfel herum, aber wir waren glücklich, den ‘Riesen’ sehen zu können. Natürlich war es in dieser Höhe auch empfindlich kalt.

Am zweiten Tag gab’s ein paar Aufhellungen, die wir in Brig im Park des Stockalperschlosses geniessen durften.

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Die Türme sind nach den Drei Heiligen Kaspar, Melchior und Balthasar benannt.

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Der Innenhof ist als Patio angelegt

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Die Postkutschen verraten, dass der Erbauer des Schlosses , Kaspar Jodok von Stockalper (1609 – 1691), ein Handelsherr und Diplomat war. Er war ein lebhafter und sprachgewandter Mann, organisierte Warentransporte über den Sustenpass nach Italien, begleitete Reisegruppen, beteiligte sich in Bergwerken und erstand mehrere Monopole für Handelswaren, vor allem für Salz, was damals ein sehr kostbares Gut war. Als grosszügiger Bauherr, erbaute er u.a. das Kloster St. Ursula, das Kolleg Spiritus Sanctus, die Kirche Maria Himmelfahrt, alles in nächster Nähe des Schlosses.

Es ist naheliegend, dass eine solche Persönlichkeit bald weit verzweigt in gewichtigen politischen Ämter steckte. Wer hoch hinaufklettert, kann auch tief fallen. Er wurde später des Verrats bezichtigt und wurde all seiner Ämter enthoben. Sein riesiges Vermögen wurde konfisziert, was eigentlich gar nicht erstaunt. Wie heisst es doch so schön ‘Wer viel besitzt, hat viele Neider’.

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Obstbäume im Park mögen wohl für einen Handelsherrn zutreffend sein.

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Abstecher über den Nufenenpass ins Val Bedretto ins Tessin.

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Ein einsames, wild-romantisches Tal

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Blick zur Gotthardpassstrasse

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Der letzte Tag brachte uns in die Alpenstadt Zermatt. Die Bahn brachte uns über tiefe Schluchten und mit Reben bepflanzten Terrassen zu den Füssen der grandiosen Viertausender, der bekannteste mag wohl das Matterhorn sein.

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Und gewohnt haben wir in Fiesch im B&B ‘Baumhaus’ – jedes der 9 Zimmer aus einem anderen Holz gearbeitet! T-r-a-u-m h-a f t schön!

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Frühstücks- und Aufenthaltsraum in Kirschbaumholz

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In ‘unserem’ Nussbaumzimmer

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Wir sind bestimmt nicht zum letzten Mal hier gewesen!

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Bis zum nächsten Mal!

Herzlichst

Eure Margrith