Dienstag, 28. September 2010

… Kometen

Im Altertum und im Mittelalter wurden Kometen meistens als Schicksalsboten oder Zeichen der Götter angesehen.

Ein Komet oder Schweifstern ist ein kleiner Himmelskörper, dessen nur wenige Kilometer grosse Kometenkern von einer nebelartigen Hülle, dem Koma, umgeben ist, die in Sonnennähe zu einer Grösse von 2,7 Mio Kilometer anwachsen kann.

Kern und Koma zusammen bilden den Kopf des Kometen. Für die Erdbewohner ist jedoch das Auffälligste am Kometen der Schweif, der bei grossen, sonnennahen Objekten eine Länge von mehreren 100 Mio. Kilometern erreichen kann.

In grosser Entfernung von der Sonne bestehen Kometen nur aus dem Kern, der hauptsächlich aus zu Glas erstarrtem Wasser, Trockeneis, Methan, Ammoniak und Mineralienteile (Silikate und Nickeleisen) bestehen. Kometen bezeichnet man auch “schmutzige Schneebälle” - “dirty snowballs”. Obwohl sie als spektakuläre Himmelserscheinungen gelten, sind ihre Kerne die schwärzesten Objekte des Sonnensystems.

Nähert sich ein Komet der Sonne, bildet die Wechselwirkung von Sonnenwinden und Strahlendruck eine schalenförmige Hülle. Die leicht flüchtigen Substanzen lösen sich auf und reissen die in Eis eigebetteten Staubteilchen mit sich. Durch eine weitere Aufheizung vergrössert sich die Hülle (Koma) weiter. Diese wird zusätzlich von einem ultravioletten strahlenden atomaren Wasserstoffhalo umgeben. Die Bestandteile der Hülle werden durch Strahlungsdruck und Sonnenwinde “weggeblasen”, so dass sich ein oder mehrere Schweif(e) bildet(n).

Von Asteroiden und . . .

Derzeit liest man in der Presse, dass ein Asteroid Mitte Oktober in 6,4 Mio. Kilometer Entfernung an der Erde vorbeifliegen wird, es soll jedoch keine Kollision geben.

Was sind eigentlich Asteroide?

Es sind eine Art “Kleinplaneten”, die wie Erde, Mars, Venus etc. um die Sonne kreisen. Ihre Anzahl ist riesig. Jedoch die wenigsten haben einen Durchmesser von 100 km. Dadurch sind sie im Teleskop nur als Lichtpunkt erkennbar.

Durch ihre geringe Grösse ist die Gravitation ebenfalls gering. So können sie sich nicht annähernd zu einer Kugel formen und werden deshalb auch nicht zu Planeten.

Man nimmt an, dass Asteroide Überreste aus der Entstehungsphase des Sonnensystems sind. Die grössten Asteroide wurden nach ihrer Entstehung durch den radioaktiven Zerfall stark erwärmt und im Innern aufgeschmolzen.. Durch die Einwirkung der Schwerkraft setzen sich dort schwere Metalle wie Eisen und Nickel ab (funktioniert wie ein Magnet). Im Aussenbereich bleiben die leichten Silikatverbindungen. So entsteht ein Gebilde mit einem metallenen Kern und und einem Mantel aus Silikaten. Auf der Umlaufbahn der Asteroiden um die Sonne zerbersten sie häufig bei weiteren Kollisionen in immer kleinere Teile. Geraten diese in den Anziehungsbereich der Erde, stürzen sie als Meteoriten zur Erde und wir schliessen hiermit wieder den Kreis mit den Sternschnuppen.

Mittwoch, 22. September 2010

Sternschnuppen im August

“August? Wir haben doch schon Mitte September!” – So werdet Ihr Euch wohl fragen. Und doch wiederhole ich: “Sternschnuppen im August”, denn es war am 20. August, als ich innerhalb einer Stunde zehn Sternschnuppen am Himmel sah! Was könnte also naheliegender sein, als meinen ersten Beitrag im neuen Blog den Perseiden zu widmen?

Dieses Jahr war es im August mit dem Sterngucken schwierig. In den meisten Nächten war der Himmel bedeckt. Am 20. August klarte der Himmel gegen Abend auf. Für uns war klar: Heute gibt’s Himmelsbeobachtung.

Um 22.30h begaben wir uns auf eine Anhöhe. In Richtung Nordosten befand sich das Sternbild Perseus. Im Osten zeigte sich der riesengrosse Planet Jupiter und von Süden nach Norden zog sich die Milchstrasse in einem wunderschönen Sternenband über den nächtlichen Himmel. Da der Mond als Sichel am Himmel stand, störte sein Licht nicht. Und dann sahen wir die Sternschnuppen: Kleine, nur als Strich wahrnehmbar, mittelgrosse, die länger sichtbar blieben und dann grosse bis sehr grosse Meteore mit Schweif, sog. “Feuerkugeln”, die zusätzlich eine dünne Rauchfahne nach sich zogen und von einem leisen Zischen begleitet wurden. Es war einfach nur grossartig, wunderschön und sehr, sehr eindrucksvoll! Es war wie im Märchen “Sterntaler”, als die Sterne vom Himmel fielen. Ich habe so etwas noch nie erlebt!

Alljährlich kreuzt die Erde auf ihrem Flug um die Sonne vom 17. Juli bis zum 24. August die Umlaufbahn dieser Staubteilchen. Für den Beobachter scheint der Ausgangspunkt der Leuchtspuren im Sternbild Perseus zu liegen. Daher die Bezeichnung  Perseiden.

Früher bezeichnete man sie im Volksmund auch als Laurentius-Tränen, weil sie um den Namenstag des heiligen Laurentius am Himmel erscheinen.

Das Sternbild Perseus geht bereits vor Mitternacht im Nordosten auf, weshalb man erste Sternschnuppen bereits nach dem Eindunkeln sehen kann. In den Nächten um den 13. August war der Höhepunkt des Schwarms. Dieses Jahr erreichte der Meteorschauer ein Maximum bis zu 110 Meteoren pro Stunde! Die Intensität des Meteorenstroms ist abhängig davon, wie die Erde die Flugbahn eines Kometen kreuzt.

Was sind Meteore oder Sternschnuppen?

Diese teilweise sehr auffälligen, blitzschnell über den Nachthimmel huschende Leuchtspuren sind in der Regel kleine Staubteilchen von Kometen, die in einer Höhe von ungefähr 80 bis 120 Kilometer und bei einer Geschwindigkeit von 60 km/s in der Erdatmosphäre verglühen. Selten sind grössere Stücke dabei, die dann auf der Erde aufprallen können. Diese nennt man dann Meteoriten